Möwen an der Ostsee – geliebt und gefürchtet.
Lebensraum Ostsee

Möwen an der Ostsee – geliebt und gefürchtet
Möwen sind an der Ostsee nicht wegzudenken. Sie gehören zum typischen Bild der Küste und sind für viele Urlauber ein beliebtes Fotomotiv. Ob auf Postkarten, in Urlaubsalben oder als lebendige Kulisse am Strand – die weißen Vögel prägen das maritime Flair. Auch ihr charakteristisches Kreischen gehört für viele Menschen einfach zu einem Tag am Meer dazu.
Doch Möwen haben auch eine andere Seite. Sie sind äußerst geschickt, neugierig und immer auf der Suche nach Futter. Dabei machen sie kaum Unterschiede: Eis, Pommes, Brötchen oder Wurst – wer einen Moment unaufmerksam ist, kann seine Mahlzeit schnell an eine Möwe verlieren. Besonders in belebten Küstenorten haben die Vögel gelernt, dass sich bei Menschen leicht Nahrung finden lässt.
Um die Möwen wieder stärker an ihre natürliche Nahrungssuche zu gewöhnen und Konflikte mit Besuchern zu vermeiden, gibt es an einigen Orten bereits Fütterungsverbote. Diese sollen verhindern, dass die Tiere von menschlichen Essensresten abhängig werden und ihr natürliches Verhalten verändern.
Trotz aller kleinen „Diebstähle“ bleiben Möwen ein unverwechselbarer Bestandteil der Ostsee und tragen wesentlich zur besonderen Atmosphäre an der Küste bei.
Und über ihre Schönheit kann man durchaus unterschiedlicher Meinung sein – als Fotomotiv funktionieren sie erstaunlicherweise immer wieder. Obwohl ich inzwischen unzählige Möwen fotografiert habe, passiert es mir noch immer: Da sitzt eine besonders schön im Licht, fliegt genau im richtigen Moment über das Wasser oder schaut mich einfach nur an – und schon ist die Kamera wieder in der Hand.



Möwen füttern verboten-Schilder im Hafen von Marina Wendtorf