Grenzen und Begegnungen- Buhnen an der Ostseeküste

Buhnen in der Ostsee schützen die Küste. Sie werden meist aus Reihen von Holz, Stein oder Beton gebaut und ragen vom Strand ins Meer hinein. Ihre Hauptfunktion ist es, die Kraft der Wellen und die Strömung zu bremsen. Dadurch wird verhindert, dass Sand ständig abgetragen wird – man spricht von Küstenerosion. Stattdessen lagert sich Sand zwischen den Buhnen ab, sodass der Strand erhalten bleibt oder sich sogar verbreitert.

Gleichzeitig verändern Buhnen die Bewegung des Wassers: Wellen werden gebrochen und verlieren an Energie, Strömungen werden verlangsamt oder umgeleitet, Sedimente können sich absetzen. Zwischen den Reihen entsteht ein ruhigerer Rhythmus, ein anderes Tempo des Meeres.

Neben dem Küstenschutz haben sie auch einen Nebeneffekt: In den geschützten Bereichen entwickeln sich kleine Lebensräume für Pflanzen und Tiere, Spuren von Algen, Muscheln und Salz bleiben zurück.

Für „Ostsee – mein Meer“ sind Buhnen mehr als funktionale Bauwerke. Sie markieren die sensible Grenze zwischen Land und Wasser. Zwischen Ordnung und Natur, zwischen Eingriff und Anpassung entstehen Orte, die nicht nur schützen, sondern auch erzählen.